Efahrungsbericht von Dani mit einer Menstasse:

Ich habe über einen Beautyblog von Menstruationstassen erfahren und fand das Thema erst mal verwunderlich, aber interessant. Nach einiger Internetrecherche war klar: Das probiere ich aus! So habe ich mir eine Merula in Pink bestellt. Gespannt öffnete ich das Päckchen und war erst mal ein bißchen erschrocken, wie groß so eine Merula ist. Und das trotz dem M ;-)

Jeder Anfang ist schwer…

Aber ich ging mutig ans Werk. Aber zunächst wollte die Merula einfach nicht „rein“, dann hab ich sie mit Wasser nass gemacht, ging trotzdem nicht. Also erst mal Pause gemacht, tief durchatmen. Man sollte nicht hektisch werden. Dann hab ich es nochmal mit einem Klecks Gleitgel versucht. Und siehe da, es „flutscht“! ;-)


Die Merula Menstruationstasse ließ sich einwandfrei einführen. Dabei habe ich sie soweit eingeführt, bis ich sie nicht mehr spürte, der Ring war aber kurz hinterm Scheideneingang direkt zu finden.

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Prüfen, ob die Cup richtig sitzt.

Nun wollte ich überprüfen, ob sie auch aufgeploppt ist. Tja, da muss ich sagen, entweder sind meine Finger kürzer oder meine Vagina länger als bei anderen Frauen, denn ich kam grade mal unten an die geriffelte Fläche. Weiter hoch (etwa gar bis zum Rand, den man ja – wie ich gelesen hatte – mit dem Finger umfahren soll) reichte mein Finger nicht. Ich hab also das untere Ende der Merula betastet und hatte keine Ahnung, ob die nun aufgeploppt ist oder nicht.
Ich habs also riskiert und mir gedacht, dass ich schon merke, wenns nicht aufgeploppt und dadurch halt undicht ist. Wie sich aber herausstellte, ploppte die Meluna ohne Probleme (und jedes Mal) schön auf, denn da blieb alles dicht. Mittlerweile habe ich rausgefunden, dass man auch einfach die Meluna ein bißchen drehen kann, dann ploppt sie im Zweifel noch auf.

Menstruationtasse herausnehmen

Das Herausnehmen war auch nochmal ein Abenteuer ;-) Denn wie erwähnt, ich komme grade mal an den Ring und den unteren Bereich der Tasse. Ich habe also beim ersten Mal einfach am Ring gezogen, bis die Merula draußen war. Dies war allerdings wegen des Unterdrucks durchaus unangenehm. Außerdem hatte ich irgendwie Angst, dass ich mir auf Dauer vielleicht die Gebärmutter raussauge oder so ;-)
Aber dann kam ich drauf (als Tipp für alle Frauen mit kurzen Fingern wie ich), zuerst die Merula ein wenig am Ring Richtung Scheidenausgang zu ziehen. Das geht ohne Probleme ein kleines Stück. Dann ist die Tasse auch für mich tief genug, dass ich mit einem Finger vorsichtig an der Tasse seitlich entlang gleiten kann und diese dann etwas eindrücke. Dabei halte ich mit zwei Fingern aber noch den Ring fest, sonst rutscht die Tasse bei mir zurück. Durch das Eindrücken löst sich der Unterdruck (ein sattes Schmatzen ertönt) und ich kann die Meluna problemlos entnehmen.

Das klingt jetzt aufwändiger und schwieriger als es ist, insgesamt dauert das keine Minute.

Kontakt mit Periodenblut?

Periodentasse entfernen

Ich möchte auch noch erwähnen, dass es insgesamt halb so eklig ist, wie ich anfangs dachte. Die Tasse ist von außen, also der Ring und überhaupt der Teil, den man anfasst, nicht blutig! Das Blut ist nur innen in der Tasse, das schüttet man dann aus. Man kann also vermeiden, damit überhaupt in Berührung zu kommen. Insofern ist das nicht ekliger, als sich mit dem Finger einen Tampon einzuführen.

Das Wegschütten des Blutes war für mich die ersten zwei, drei Male gewöhnungsbedürftig, jetzt mach ich das ruckzuck ohne richtig hinzuschauen. Dann kurz umspülen und wieder rein damit. Wirklich eine saubere Angelegenheit.

Fazit: Für mich hat die Merula, die ich nicht mehr missen möchte, drei Hauptvorteile

  • Ich muss unterwegs nicht mehr wechseln! Selbst an meinen stärksten Tagen brauche ich bloß morgens und abends einmal ausleeren, und das mache in aller Ruhe zuhause. Phantastisch – endlich kein panisches Gekrame mehr in der Tasche, weil man Tampons vergessen hat, kein heimliches Tampon in die Hosentasche stecken mehr, wenn man wechseln muss, kein Kontrollblick auf die Uhr, ob wieder ein Wechsel angesagt ist! Einfach nur Sicherheit, meine Tage kann ich über den ganzen Tag vergessen!
  • Kein Auslaufen mehr! Mit Tampons hatte ich das öfter, dass eben doch mal was daneben ging, selbst wenn der Tampon noch halbleer war. Also immer Slipeinlage zusätzlich zum Tampon, aber trotzdem immer die Sorge, dass etwas daneben gehen könnte. Die Meluna ist absolut dicht!!! Und über den Tag füllt sie sich nur bis zur Hälfte, einmal ausleeren alle 12 Stunden reicht bei mir völlig. Ein Traum!!!
  • Kein lästiges Bändchen mehr! Die Tamponbändchen haben mich beim Toilettengang immer massiv gestört. Jedesmal wechseln ging auch nicht, da meine Tage SO stark dann doch nicht sind. Und irgendwann das viermal vollgepinkelte Bändchen anfassen zum Rausziehen ist auch irgendwie eklig. Das fällt jetzt einfach weg! Ich kann also allen Frauen nur empfehlen, springt über euren Schatten und überwindet die Vorurteile – probiert die Menstruationstasse selbst aus. Für mich ist das ein ganz neues Gefühl von Freiheit während der Tage!

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